Wie lässt sich Landwirtschaft so gestalten, dass Klima und Artenvielfalt möglichst wenig belastet werden? Muss ich dabei mit Ertragseinbußen und Mehraufwand rechnen?
Mit diesem Dilemma setzte sich Schüler*innen des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums auseinander. Um der Frage auf den Grund zu gehen, besuchte ein Grundkurs Biologie vergangene Woche den Campus Wiesengut – die Lehr- und Forschungsstation für Organischen Landbau der Universität Bonn.
Vor Ort erhielten die Schüler*innen von Frank Täufer und Dr. Martin Berg spannende Einblicke in neue Anbautechniken und konnten auf einer Versuchsfläche selbst aktiv werden. Beim Sammeln von Beikräutern und dem Bestimmen von in Bodenfallen gefangenen Insekten und Spinnen wurde die Biodiversität auf dem Bio-Acker sichtbar: Die Schüler*innen fanden in kurzer Zeit deutlich mehr verschiedene Tier- und Pflanzenarten als beim konventionellen Landbau.
Zum Abschluss erhielten die Experten von den Schüler*innen durchweg positives Feedback. Schon zwei Tage später öffneten sie ihre Tore erneut für das Multipliers-Projekt: diesmal für zwei Klassen der Michaelschule, die den Campus Wiesengut bereits zum dritten und letzten Mal in diesem Schuljahr besuchten.